Strategie!

Beim Bohnenspiel – egal ob es Bohnen oder Steinchen sind – geht es darum, den anderen zugunfägig zu machen. Ziehen kann man immer, wenn mindestens zwei Steine in einer Grube sind. Vom anderen „klauen“ darf man, wenn man mit seinem Zug in einer vorderen Grube landet und der andere in der angrenzenden eigenen Grube auch mindestens 2 Steine („Bohnen“) liegen hat.

Bohnen

Nun ist es sehr verlockend, den erstbesten Zug, bei dem ich vermeintlich viele Bohnen vom anderen „klauen“ kann, zu machen.

Strategisch gesehen ist dies genau falsch, wenn ich als Ziel habe, das ganze Spiel zu gewinnen. Dann geht es um die Auswirkungen, die mein Zug auf die nächsten Züge – sowohl die eigenen als auch die vom Mitspieler – hat. Das ist im Endeffekt wesentlich wichtiger ist, als das kurzfristige Ergebnis.

Genau so ist das auch für alle Prozesse: nicht der kurzfristige Gewinn ist wertvoll, sondern immer das langristige Ziel, auf das der optimal definierte Prozess ausgerichtet ist!

Übrigens: In diesem Fall hat meine Tochter gestern Abend eindeutig weiter voraus gedacht und ich musste mich tatsächlich geschlagen geben:-)