Ich bügel unheimlich gerne (*Ironie*). Daher hänge ich T-Shirts & Co ausgeschüttelt und möglichst glatt auf, so dass Bügeln überflüssig wird. Als ich gestern die getrocknete Wäsche abhänge, sind alle T-Shirts nebeneinander gerafft!!! Ein Heinzelmännchen hat es „gut gemeint“ und den nächsten fertigen Waschmaschineninhalt dazu gehängt und damit die bereits hängenden Shirts ineinander geschoben, damit alles Platz hat. Hatte es aber nicht!

Jeder meint es immer nur gut, heißt keiner will dem anderen etwas Ungutes – das stimmt schon. Nur impliziert dies praktisch immer, dass es NUR gut GEMEINT ist und SELTEN tatsächlich GUT ist.

Gut_gemeint_kopf

So ist das auch mit den Prozessen im Betrieb: jeder meint es nur gut mit der Form wie er/sie etwas tut und hat tatsächlich auch die besten Absichten für das Ergebnis – definitiv! Nur ist das erwartete Ergebnis unter Umständen sehr, sehr, sehr unterschiedlich zum tatsächlichen Ergebnis. Wenn der „Ausführer“ nun vorher das erwartete Ergebnis (= glatte T-Shirt) und sogar das Ziel (= ich habe Zeit zum Lesen) des Prozesskunden kennt, wird der Prozess unabhängig von der tatsächlichen Technik ein anderer sein, als wenn es einfach nur „gut gemeint“ ist.

Ach ja, so bald der Prozesskunde, in diesem Fall identisch mit dem Prozessbesitzer, das erwartete Ergebnis sinnvoll und verständlich kommuniziert, klappt’s auch ohne Hellseherqualitäten;-)

DESWEGEN: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut – und für gut darf das erwartete Ergebnis klar sein!