Bei allem, was passiert, das wir nicht erwarten, springt automatisch unser Reptiliengehirn an, das uns mit der Tierwelt vereint. Das Reptiliengehirn können wir nicht ausschalten, es reagiert immer und völlig im Unterbewusstsein. Das ist gut und überlebenswichtig. Allerdings kennt dieser Teil unseres Gehirns bei unerwarteten Ereignissen nur zwei Reaktionsmöglichkeiten:

Kampf_Flucht

  1. Kämpfen
  2. Flüchten

Biologisch gesehen ist dies sowieso das gleiche – die Energie wird vom Gehirn abgezogen und die Beine, Arme und der Körper werden durch erhöhten Herzschlag und damit bessere Durchblutung in die best mögliche Kondition zum Kämpfen bzw. Flüchten versetzt.

Dies erklärt sehr einfach, warum Menschen auf Ungewohntes, Neues und Unerwartetes mindestens im ersten Moment mit irgendwelchen Abwehr- oder Fluchtreaktionen antworten. Erst wenn wir ganz bewusst diese Reflexe wahrnehmen und gewollte, bewusste andere Reaktionen durch unsere Art des Denkens produzieren, haben wir die Möglichkeit die Chancen der unerwarteten Impulse zu erkennen und letztendlich zu nutzen.

Diesen Aspekt dürfen wir bei allen Änderungen in Unternehmen und Organisationen berücksichtigen, um die Reaktionen der Reptiliengehirne aller Beteiligten mit Respekt und Verständnis gegenübertreten zu können. Jede Prozess-Änderung oder -Optimierung wird um so bessere Auswirkungen haben, je weniger Kampf und Flucht ausgelöst oder aufrecht erhalten wird!