Der Klick-Surr-Effekt ist in uns tief drin verankert – und das ist gut so – jedenfalls oft!

Wenn ein gewisser Knopf bei uns gedrückt wird, läuft automatisch ein Prozess los, den wir meist gar nicht beeinflussen können.

Beispiel: Einer stillenden Mutter schießt buchstäblich die Milch in die Brust, wenn ein Baby schreit – auch wenn es nicht einmal ihr eigenes ist. Das ist sehr gut so, somit steht die Nahrung für das Baby bereit, was grundsätzlich überlebenswichtig ist.

Ausser diesen biologisch absolut sinnvollen Klick-Surr-Reaktionen gibt es auch eine ganze Reihe „antrainierter“ Klick-Surr-Abläufe in unserem täglichen Leben, die zwar ebenso automatisch ablaufen, wenn wir nicht ganz besonders darauf achten (wollen) und dabei nicht immer sinnvoll sind.

Beispiel: Unser Rechner hängt sich auf oder macht nicht was wir wollen und wir greifen automatisch zu einer Süßigkeit:-)

Ja, die antrainierten Klick-Surr-Abläufe sind oft mit unlieben Gewohnheiten verbunden – ein Ereignis tritt ein und wir bringen die eingeübte Reaktion entgegen. Oft sind auch die antrainierten Klick-Surr-Abläufe überlebenswichtig, beispielsweise im Straßenverkehr, wenn wir automatisch bremsen, so bald unser Gehirn vom Auge den Befehl „Ding auf der Fahrbahn“ bekommt. Das Bremsen mussten wir trainieren, anders als das Weglaufen vor einer Gefahr. Dies ist tief in uns verwurzelt, auch ohne dass uns jemals jemand konkret erklärt hat, vor was es sich lohnt davon zu laufen.