Vorgestern habe ich gesagt – nee, geschrieben – dass jeder Prozess ein ZIEL haben soll, damit er erfolgreich ist.

Ok, ein Beispiel dazu: Nehmen wir den Mahnprozess. Was könnten denn mögliche Ziele eines Mahnprozesses sein?

  1. Das Geld von unseren Kunden zu bekommen (war bestimmt bei den meisten Lesern nun der erste Gedanke – meiner auch!)
  2. Unsere Liquidität planbar machen und gleichzeitig auf ein möglichst hohes Niveau zu bringen (das war vermutlich die zweite Idee)
  3. Mal wieder Kundenkontakt zu haben (bei langjährigen Kundenbeziehungen gerne genommen)
  4. Aufträge zu generieren (hää, wie denn das? Auch das ist möglich, in dem der Vertrieb in den Mahnprozess involviert ist!)
  5. Die Qualität unserer Produkte/Dienstleistungen zu verbessern und damit den Kundennutzen noch besser zu bedienen

Das sind so meine Top-5 im Mahnprozess und in unserem eigenen Mahnprozess ist 5. das definierte oberste Ziel.

Wir können uns nun sehr leicht vorstellen, dass der Ablauf des Mahnprozesses je nach Zielsetzung ein ganz anderer sein wird, oder? Dabei gibt es keine Wertung des Ziels in Bezug auf den Prozess, es sind lediglich völlig andere Ansätze, wie ein Prozess aufgebaut wird, damit er genau das gewählte Ziel bestmöglich unterstützt.

Genau deshalb ist die Verfahrensdokumentation im besten Fall eben KEINE öde Pflicht, sondern tatsächlich ein wertvolles Instrument zur Strategieumsetzung!

Überzeugt? Ich freue mich auf Feedback in alle Richtungen!

 

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