Was ist richtig und was ist falsch? Wer entscheidet das denn? Gibt es das überhaupt?

Klar gibt es richtig und falsch! Allerdings immer nur aus einer bestimmten Perspektive oder noch deutlicher: immer mit einem Ziel vor Augen. Jeder, der eine Denkweise oder Handlung an sich als richtig oder falsch deklariert, sieht dies immer vor dem Hintergrund seiner eigenen Wertvorstellung, der kulturellen Norm, der gängigen Moral oder (s)einer eigenen religiösen Überzeugung. Das ist neutral gesehen einfach sinnlos und hat objektiv gesehen bisher alle Kriege dieser Welt ausgelöst. Trotzdem gibt es tatsächlich ein richtig und falsch, und zwar wenn ich Bezug zum Ziel nehme!

  • Der Vorteil: es kann jede Handlung eindeutig in richtig oder falsch unterschieden werden
  • Der Nachteil (oder doch Vorteil?): es liegt darin keine Bewertung, weil ich lediglich die Zielerreichung bewerten kann, also ob ich selbst das Ziel gut oder schlecht finde (nicht richtig oder falsch!)

Beispiel: Wenn mein Ziel das Erklimmen der Eiger Nordwand ist und ich mich in Badekleidung auf in Richtung Südafrika mache, kann ich definitiv behaupten, dass sowohl die Wahl meiner Bekleidung als auch meine Fahrt-/Flugrichtung falsch sind. Obwohl natürlich gegen Badekleidung und Flug nach Südafrika an sich nichts spricht, nur eben vor dem Hintergrund meines Ziels diese Entscheidung beim besten Willen nicht richtig sein kann.

Somit können Prozesse nur richtig oder falsch sein, wenn das Prozessziel eindeutig ist!

 

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