Eine Welle läuft unaufhaltsam ihren vorhersehbaren Weg mit einer vorab zu erwartenden Intensität. Genau gleich ist es mit Prozessen, wobei es völlig egal ist, ob es bewusst definierte oder unbewusste Prozesse sind. Gelebte Prozesse sind Gewohnheiten, deswegen sehr verlässlich!

Wird eine Welle also los getreten nimmt sie unbeirrt ihren Lauf, bis sie letztendlich strandet – also ihr Ziel erreicht. Dabei interessiert es die Welle überhaupt gar nicht, ob sie dabei nützliches tut, wie Flaschenpöster (:-)) transportieren oder ob sie eventuell schaden anrichtet, weil sie ein Boot kentert. Das ist nicht ihr Job! Die Welle bekommt ihr Futter durch den Wind und die Wassermassen und die Erdanziehung mit und macht damit ihren Weg.

Genau gleich laufen eben Prozesse: sie bekommen das Futter in Form von Informationen und gehen damit ihren vorgezeichneten Weg. Also können wir auf den ersten Blick daran nichts ändern. Doch! Wir können einen bewussten Wellenbrecher einbauen! Immer an der Stelle, an der unser bildliches Boot zu kentern droht, setzen wir im Prozess mit einem Wellenbrecher an. Wir definieren eine Eskalation, die auf Grund der Intensität oder anderen Indizien einen Unterprozess antriggern, der diese Welle, also diesen laufenden Prozess, durchbricht.

Engel_Wellenbrecher

Das sind oft sehr kleine Wellenbrecher, die das Unternehmen ganz schnell pushen können. Für mich sind es immer kleine Engel, die in einem gewohnten Prozess einen Wellenbrecher setzen. Übrigens: ganz oft kommen diese Engel in Form von neuen Mitarbeitern!