Fast jeder Mensch putzt sich jeden Tag gleich die Zähne, also einfach vom Ablauf her:

Der Eine macht erst die Bürste nass, der Andere nimmt erst einen Schluck Wasser und der Dritte tut erst die Pasta drauf und feuchtet dann die Bürste samt Aufstrich an… und was es da sonst noch so für Varianten schon alleine bei der Vorbereitung gibt. Beim Putzen selbst ist es wiederum so, dass jeder seine eigene Taktik hat und auch beim Spülen und der Nachreinigung mit Bürstchen, Seide und Co. ist der eingespielte Ablauf stets der Selbe.

Nun stelle dir einfach einmal vor, dass du beim nächsten Putzen  alles anders als gewohnt machst!

Was wäre dein Gefühl dabei?

Ich habe es im Selbsttest versucht und fühle mich…

… langsam, weil ich immer erst Nachdenken muss, bevor ich weiter mache

… unsicher, weil ich gut überlegen muss, damit ich nichts vergesse

… unwohl, weil meine Gewohnheiten und damit das Grundbedürfnis nach Geborgenheit nicht bedient wird.

D.h. dieser eingespielte und unbewusste Prozess vereint für mich die Sicherheit alles richtig zu machen, die Geschwindigkeit meinen Alltag zu bewältigen und die Geborgenheit im Vertrauten. Wenn wir also solch alltägliche Prozesse standardisieren und dabei spüren, wie uns das hilft, dürfen wir dies ganz bewusst auch mit geschäftlichen Prozessen für uns selbst, Kollegen und Mitarbeiter tun und können uns sicher sein, dass auch dann die Gefühle sehr gut sein werden!