Wer kennt das nicht?

Du machst einen Vorschlag, wie man einen Ablauf etwas verändern könnte, um damit zielstrebiger oder schneller oder informeller zu sein und trotz deiner Begeisterung für diese tolle Idee stößt du auf Antworten wie „das haben wir doch schon immer so gemacht“ oder „das geht nicht, weil…“.

Im ersten Moment bist du sicherlich frustriert. Du hast dir Gedanken gemacht, du hast es gut gemeint und du bist dir sicher, dass alle Beteiligten davon profitieren würden. Warum lassen sich dann viele Menschen nicht einmal auf den Versuch ein?

Ganz einfach: fast jeder Mensch hat eine Angst vor Veränderung in sich! Wir befinden uns im Alltag in unserer Komfortzone, in der wir uns wohlfühlen und uns auskennen. Wir können Reaktionen abschätzen und wissen was wann wie passieren wird. Wird nun ein Prozess bewusst verändert, wissen wir im ersten Moment zumindest gefühlt nicht, was da auf uns zukommt. Auch wenn die derzeitige Situation noch viel „Luft nach oben“ hat, trauen wir uns nicht einen Versuch zu unternehmen und die Chance zu nutzen!

Stell dir vor: in Deutschland werden im Durchschnitt nur 0,7 Versuche unternommen, bevor wir aufgeben. Das heißt umgekehrt, dass bei weitem nicht jede Idee ausprobiert wird sondern viele Ideen schon im Keim erstickt werden. Wenn wir uns dann noch daran erinnern, dass ein Kind bis zum 15ten Lebensjahr im Schnitt etwa 145.000 Mal Sätze wie „Pass auf!“, „Sei vorsichtig!“ oder sogar „Das kannst du nicht!“ gehört hat, verwundert es überhaupt nicht, dass wir lieber an gewohnten, suboptimalen, Dingen festhalten, als dass wir die Chance nutzen und eine neue Option wählen.

Hast du auch einen „das-habe-ich-schon-immer-so-gemacht-Prozess“, für den es sich lohnen würde, dass du dir ein paar Gedanken um seine Modernisierung machen würdest?

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